Porsche 911 GT2 RS: Schnellster straßenzugelassener Sportwagen auf dem Nürburgring

Porsche hat in Zusammenarbeit mit Manthey-Racing einen weiteren Rekord auf der Nürburgring-Nordschleife aufgestellt. Der 700 PS (515 kW) starke Porsche GT2 RS MR umrundete die 20,6 Kilometer lange Nürburgring-Nordschleife in 6:40,3 Minuten – so schnell war zuvor noch kein straßenzugelassenes Fahrzeug in der „Grünen Hölle“. Am Steuer des von Porsche-Ingenieuren und Manthey-Racing-Experten speziell auf die Nordschleife abgestimmten Sportwagens saß Lars Kern, der Porsche-Testfahrer hatte im September 2017 im serienmäßigen Porsche 911 GT2 RS  schon einmal einen Rundenrekord aufgestellt.

„Wir haben den ganzen Tag das Wetter beobachtet und genau überlegt, ob eine solche Fahrt überhaupt möglich ist. Bei Regen oder auch nur leicht feuchter Strecke wären wir niemals ein Risiko eingegangen“, sagt Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT Fahrzeuge. Der Porsche 911 GT2 RS war mit dem neuen Performance Kit von Manthey-Racing ausgestattet, ergänzt um eine auf die Streckencharakteristik der Nürburgring-Nordschleife zugeschnittene Gesamtabstimmung. „Wir wollten im Rahmen dieser Versuchsfahrt einfach noch einmal eine Potenzialabschätzung machen. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Es ist wirklich eine Fabelzeit. Das zeigt einmal mehr ganz deutlich, welche Möglichkeiten in diesem Sportwagen stecken.“

Der Porsche GT2 RS war 2017 als bislang stärkster und schnellster 911 aller Zeiten auf den Markt gekommen. In den zurückliegenden Monaten nutzten die Porsche-Ingenieure ihr Know-how aus der Entwicklung der beiden Rennfahrzeuge 911 RSR und 911 GT3 R sowie aus zahlreichen erfolgreichen Renneinsätzen von Manthey-Racing auf der Nürburgring-Nordschleife. Die gezielten Modifikationen umfassten unter anderem die Bereiche Fahrwerk und Aerodynamik. Allerdings konzentrierten sich die Techniker stets auf die Straßentauglichkeit.

Bei herbstlichen, aber trockenen Bedingungen setzte Lars Kern das große Potenzial des Porsche 911 GT2 RS MR bei seiner Rekordfahrt unter den Augen eines Notars optimal um. Im 911er Rekordfahrzeug wurde aus Sicherheitsgründen ein Schalensitz aus dem Rennsport eingesetzt. Diese Veränderung brachte keinen Gewichtsvorteil.