E-Mobilität: Keine Angst vor längeren Strecken – Ausbau von Ladestationen

Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Mit E-Autos verbinden viele Menschen saubere Mobilität, moderne Fortbewegung und eine gehörige Portion Fahrspaß. Dass der überwiegende Teil des Individualverkehrs, vor allem in Städten, schon bald elektrisch angetrieben sein wird, ist weitgehend Konsens. Doch im Hier und Heute gelten E-Autos immer noch als Exoten. Käufer bringen ihnen eine gewisse Skepsis entgegen und fragen beispielsweise besorgt nach der Reichweite. Das Horrorszenario: auf einer längeren Fahrt liegen zu bleiben, weit entfernt von der nächsten Ladestation. Dabei sind diese Sorgen schon heute unbegründet und lassen sich in vielen Fällen schnell entkräften. So beträgt etwa die durchschnittliche Tagestrecke eines Pendlers in Deutschland rund 35 Kilometer. Das bedeutet, dass ein solcher Durchschnitts-Pendler mit einem Fahrzeug, das heute eine Reichweite von 200 km hat, nur etwa einmal in der Woche aufladen muss. Wann das Auto also das nächste Mal über Nacht an der heimischen Steckdose oder tagsüber während der Arbeitszeit an der Ladesäule im Betrieb aufgeladen wird, lässt sich einfach planen. Für die Langstrecke baut das von Volkswagen mitgegründete Unternehmen Ionity derzeit ein europaweites Netzwerk an Schnellladestationen auf, sogenannte HPC-Stationen (High Power Charging), die eine Ladeleistung von bis zu 350 kW bieten. Bis 2020 sollen 400 Stationen in ganz Europa entstehen, mit jeweils zwei bis zwölf Ladesäulen, der Großteil davon direkt an Autobahn-Raststätten. Die Ionity-Stationen ermöglichen das Aufladen der neuen Volkswagen ID. Familie mit bis zu 125 kW, womit die Batterie während einer typischen Autobahnpause schon in 30 Minuten auf 80 Prozent aufgeladen werden kann. Das entspricht je nach Fahrweise einer Reichweite von 150 bis 260 km. „Das vielleicht größte Hindernis für die breite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen ist das Fehlen einer zuverlässigen, benutzerfreundlichen und leistungsstarken Ladeinfrastruktur außerhalb der Städte“, sagt Ionity Chef Michael Hajesch. „Der transparente, europaweit einheitliche Fixpreis pro Ladevorgang macht das Reisen mit einem Elektrofahrzeug deutlich einfacher und bequemer.“ Ionity mit Firmensitz in München wurde 2017 gegründet und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company sowie des Volkswagen-Konzerns mit Audi und Porsche.