Neuer Audi R8 nimmt Sonderstellung ein

Nach der Weltpremiere des Audi R8 LMS GT3 im Oktober 2018 folgt Anfang 2019 die Auslieferung des Serienmodells – neben dem sportlicheren Design erhalten Audi R8 Coupé und R8 Spyder stärkere Motoren. Sein Motto lautet: Born on the track, built for the road. „Der R8 nimmt in jeder Hinsicht eine Sonderstellung für Audi ein“, sagt Michael-Julius Renz, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH, „und er ist jetzt noch stärker und schneller.“ Audi baut mit dem R8 seine Führungsrolle im Leichtbau weiter aus. Hintergrund: Der Karosseriebau für den Audi R8 ist ein ganz spezieller Manufakturbetrieb. Die R8-Manufaktur der Audi Sport GmbH an den  Böllinger Höfen nahe Neckarsulm wurde im Herbst 2014 eröffnet. Hier ist man auf kleine Serien und große Vielfalt ausgelegt – und auf modernste Kompetenz im Leichtbau. Der Multimaterial-Audi Space Frame (ASF) des Sportwagens wiegt nur 200 Kilogramm, obwohl er extrem steif und crashsicher ist. Er besteht zu 79 Prozent aus Aluminium und zu 13 Prozent aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) – nach dem Audi-Motto „Das richtige Material in der richtigen Menge an der richtigen Stelle“. Die Karosserie des R8 entsteht in einer Taktzeit von knapp 30 Minuten – Menschen und Roboter wechseln sich immer wieder ab

Spontanes Ansprechen, blitzschnelles Hochdrehen und ein toller Sound – das Herz des Audi R8 ist sein V10 Saugmotor. Er steht den Kunden in zwei Leistungsstufen zur Wahl. Nahezu baugleich findet die Antriebstechnologie des V10-Motors ihren Einsatz im R8 LMS GT3 und R8 LMS GT4 auf der Rennstrecke. Die beiden kompakt gebauten V10 Saugmotoren leisten 570 PS (419 kW) und 620 PS (456 kW). „Motorsport liegt in unserer DNA. Mit rund 50 Prozent Gleichteilen zum R8 LMS GT3 und sogar 60 Prozent zum R8 LMS GT4 ist kein anderes Auto so nah am Rennsport wie der R8“, sagt Oliver Hoffmann, Technischer Geschäftsführer der Audi Sport GmbH.

Technischer Hintergrund: Das Motoröl wird mit einem eigenen Kühler temperiert und kommt aus einem Trockensumpf. Dieses Prinzip aus dem Motorsport, erlaubt eine extrem tiefe Einbauposition des Aggregats und führt zu einem niedrigen Schwerpunkt. „Das Pumpenmodul arbeitet mit mehreren Absaugstufen und stellt die Schmierung unter allen Bedingungen sicher – auch bei Querbeschleunigungen im Bereich von 1,5 g, die der R8 erreichen kann“, erläutert Technik-Chef Oliver Hoffmann.

Modifikationen am Fahrwerk sollen für noch mehr Stabilität und Präzision sorgen. Sowohl bei der optionalen Dynamiklenkung als auch bei der elektromechanischen Servolenkung ist die Unterstützung neu abgestimmt: die Lenkansprache sowie die Rückmeldung des Fahrbahnzustands wollen sich im gesamten Geschwindigkeitsbereich noch präziser zeigen. Je nach gewählter Motorisierung kommen zu den bekannten Audi drive select Modi mit dem Performance-Modus die drei zusätzlichen Programme dry, wet und snow hinzu. Sie passen die wichtigsten fahrdynamischen Parameter an den Reibwert der Straße an.

Sicherheit geht vor: Dank der weiterentwickelten Elektronischen Stabilisierungskontrolle bremst das Top-Modell aus 100 km/h bis zu 1,5 Meter früher in den Stillstand, aus 200 km/h sogar bis zu fünf Meter früher – jeweils abhängig von den äußeren Rahmenbedingungen.  Als Alternative zu den serienmäßigen Stahlscheiben bietet Audi Keramikbremsen an. Der Stabilisator an der Vorderachse besteht auf Wunsch aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und Aluminium, was sein Gewicht um etwa zwei Kilogramm verringert.

Der geschärfte Charakter der neuen R8-Modelle wird auch optisch deutlich. Der Singleframe ist breiter und flacher gezeichnet. Starke Stege teilen die großen Lufteinlässe. Flache Schlitze in der Fronthaube erinnern an die Marken-Ikone Audi Ur-quattro. Auch der neue Frontsplitter ist breiter, ebenso wie das markante Luftauslassgitter am Heck, das der weit nach oben gezogene Díffusor nach unten abschließt. Im Motorraum liegt der Luftfilter unter einer neuen, dreiteiligen Abdeckung – wahlweise in Kunststoff oder Carbon. Je nach Motorisierung können R8-Kunden unter drei Exterieur-Paketen wählen, die sich am Frontsplitter, Schwellerleisten und am Diffusor unterschieden.