Neuer SEAT Tarraco startet Anfang 2019

SEAT hat das Tuch über seinen neuen SUV gelüftet: der Tarraco wurde in der Arena von Tarragona präsentiert. Hintergrund: sein Name „Tarraco“ ist die katalanische Bezeichnung für das heutige Tarragona – eine Stadt mit moderner Architektur, junger Ausstrahlung und reichem kulturgeschichtlichen Erbe. Der Name Tarraco wurde von über 140.000 Fans der Marke ausgewählt, die an der Endrunde der Namensfindungskampagne #SEATseekingName teilgenommen haben. Die Kunden müssen sich aber noch gedulden, bevor der große SEAT beim Händler steht. Der Vorverkauf startet im Dezember, die Auslieferung Anfang Februar 2019. Mit seiner Markteinführung wird der SEAT Tarraco eine wichtige Rolle für das Unternehmen spielen, wurde immer wieder anlässlich der Präsentation betont. Er soll die spanische Marke weiter stärken und die derzeit kontinuierlich steigenden Verkaufszahlen weiter vorantreiben. „SEAT erlebt die größte Produktoffensive seiner jüngeren Unternehmensgeschichte. Die Einführung des SEAT Tarraco ist Teil unserer 3,3 Milliarden Euro umfassenden Investition in unser Fahrzeugangebot und damit in die Zukunft des Unternehmens“, sagt Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender von SEAT. „Er rundet unser SUV-Angebot nach oben ab, so kann SEAT mit seiner Modellpalette den Bedürfnissen aller Käufergruppen gerecht werden.“
Als drittes Modell der SUV-Produktoffensive von SEAT gibt der in Wolfsburg gebaute Tarraco einen Ausblick auf die zukünftige Designsprache der  kommenden Modelle. Der SEAT Tarraco soll nicht nur das Image der Marke weiter voranbringen, sondern auch neue Käufergruppen erschließen – somit soll der große SUV zum neuen Flaggschiff der Marke werden. Als neues Spitzenmodell der SUV-Familie will der Tarraco als großer Bruder des Ateca und des Arona modernste Technologie, dynamisches, agiles Handling, uneingeschränkte Alltagstauglichkeit und Funktionalität mit elegantem und zukunftsweisendem Design verbinden.
Wir hatten bereits vor der Markteinführung Gelegenheit eine erste Ausfahrt mit einem Prototyp des SEAT Tarraco zu unternehmen. DIE AUTOSEITEN fuhren den neuen SUV in seiner Heimat, dessen Gene aus Barcelona kommen und in Wolfsburg bei Volkswagen vom Band läuft. Der von uns gefahrene Prototyp war mit einem 150 PS starken TSI, Frontantrieb und manuellem Schaltgetriebe ausgestattet – erster Eindruck: solide, komfortable, praktisch und sehr geräumig. SEAT wird den 4,74 Meter langen Tarraco wahlweise mit Vierzylinder-Benziner und Turbodiesel, manuellem Schaltgetriebe und automatisiertem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) sowie mit Allradantrieb „4Drive“ anbieten. Die beiden TSI-Benziner leisten aus 1,5-Liter Hubraum 150 PS (110 kW) oder aus 2,0-Liter Hubraum 190 PS (140 kW), der 2,0-Liter TDI ist ebenso 150 PS und 190 PS stark. Den Tarraco gibt es in den Ausstattungen Style und XCELLENCE, etwas später folgt ein sportlicher FR.
Im Gegensatz zum kleinen Bruder Arona wird es den Tarraco nicht mit CNG-Antrieb (Erdgas) geben. Hier setzt  SEAT ganz auf einen Plug-in Hybrid, wie Dr. Matthias Rabe, Vorstand Forschung und Entwicklung bei SEAT, gegenüber DIE AUTOSEITEN betont, „so bietet der große Tarraco für die Technik eines Plug-in Hybrid Antrieb beste Voraussetzungen.“ Darüber hinaus setzt man auf den Diesel, der in diesem Segment von großer Bedeutung ist, „hier wollen unsere Kunden einen modernen, effizienten und kraftvollen Dieselmotor“, sagte Dr. Rabe. Und im Konzern-Regal gibt es ja noch den 240 PS (176 kW) starken Turbodiesel, den man in neuen Tarraco zusätzlich anbieten könnte. Seat-Chef Luca de Meo erläuterte Anfang des Jahres die Zukunftspläne der  ehrgeizigen Marke, das Unternehmenswachstum wird auf vier Säulen basieren.  Im Einzelnen seien dies „mehr Marken, mehr Märkte, mehr Autos und mehr Energie.“ Und SEAT bleibt auf der Erfolgsspur: Spitzenreiter bei den Verkäufen in den ersten acht Monaten des Jahres war mit einem Plus von 27,6 Prozent Deutschland (83.100 Fahrzeuge), gefolgt von Spanien (79.100). „Die Verkaufszahlen bestätigen den anhaltenden Aufwärtstrend der Marke und geben uns zusätzlichen Rückenwind. Deutschland ist nach wie vor der für SEAT wichtigste Exportmarkt. Hier verzeichnen wir weiterhin hervorragenden Zuwachs und sind stolz darauf, einen bedeutenden Beitrag zur weltweit positiven Entwicklung beisteuern zu können“, sagte Bernhard Bauer, Geschäftsführer der SEAT Deutschland GmbH, gegenüber DIE AUTOSEITEN.