Erster rein elektrisch angetriebener Jaguar am Start – Kraftvoller E-Motor für neuen I-PACE

Im März enthüllte Jaguar in Graz, dem Produktionswerk des neuen I-PACE, die Serienversion seines ersten vollelektrischen Serienmodells. Im April öffneten die Bestellbücher und nun steht der Jaguar I-PACE bei den deutschen  Händlern. Das jüngste SUV Modell, das den kompakten E-PACE und den sportlichen F-PACE ergänzt, ist ab 77.850 Euro in drei Ausstattungen erhältlich.  Jaguar verspricht, dass der I-PACE nicht nur emissionsfrei, intelligent und sicher ist, sondern nachhaltige Sportwagen-Performance mit der Praxistauglichkeit eines fünfsitzigen SUV kombiniert.

Jetzt ist ein wichtiger Schritt in der Geschichte des traditionellen britischen Automobilherstellers gegangen worden: Jaguar elektrisiert: Nicht nur im Motorsport bei der Formel E mit dem I-TYPE 2, sondern praxisgerecht als Serienauto. Jaguar sieht den I-PACE als eine echte Pionierleistung, die den Elektroantrieb zu einer spannenden Alternative im Automobilmarkt werden lassen soll. „Mit dem I-PACE wollen wir nicht unbedingt nur den typische Jaguar-Kunde ansprechen, vielmehr sehen wir Potenzial im Kundenkreis von Tesla“, sagte Dr. Wolfgang Ziebart, Technischer Design Direktor des Jaguar I-PACE, im Gespräch gegenüber DIE AUTOSEITEN. „Hauptsächlich werden wir mit dem I-PACE erobern.“ Mit einer Entwicklungszeit von vier Jahren hatte Jaguar ein sehr ambitioniertes Zeitfenster für den neuen I-PACE, „unser Vorteil war ein kleines Team mit einem eigenständigen Konzept, das kurze und schnelle Entscheidungswegen ermöglichte“, erläuterte Dr. Zierbart.

Der Antrieb des neuen I-PACE entwickelt ein Drehmoment wie sonst nur bei Sportwagen – und das gleich aus dem Stand. Nur 4,8 Sekunden vergehen, ehe die in Vorder- und Hinterachse integrierten E-Motoren mit zusammen 400 PS (294 kW) den I-PACE von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Vorteil: Der Allradantrieb sorgt für ein Plus an Traktion und Sicherheit. Und fährt man auf Landstraßen, verblüfft der Stromer durch sein agiles Handling. Dazu trägt die tief und exakt zwischen den Achsen platzierte Batterie ebenso bei wie die vom Jaguar XF übernommenen Achsen und Lenkung.

Im I-PACE lässt sich die beim Bremsen erzeugte Energie zurückgewinnen. Statt dass sie wie sonst üblich in Form von Wärme nutzlos verpufft, lässt sich damit die Batterie intelligent nachladen. Bei Wahl der stärksten Rekuperationsstufe ist es möglich, ganz ohne Bremspedal zu fahren – Fachleute sprechen dann vom „one-pedal-feel“: konkret bedeutet das, dass der I-PACE allein durch Lupfen des Gaspedals abbremst. Konsequenz: Die Bremsen werden weitaus weniger stark beansprucht wie bei konventionellen Modellen, was zusammen mit den entfallenden Ölwechseln die Betriebskosten senken soll. Mit seiner 90-kWh Lithium-Ionen-Batterie sprintet der Jaguar I-PACE einerseits in Sportwagen, eröffnet andererseits aber auch eine elektrische Reichweite von 480 km im WLTP Zyklus. Mit 100 kW Gleichstrom lassen sich die Energiespeicher in weniger als 40 Minuten von 0 auf 80 Prozent ihrer Kapazität neu laden. Vorteil: Elektroautos deutscher Besitzer sind ab dem Tag der Erstzulassung für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit.