SEAT bringt nach Ateca und Arona den dritten SUV

Während der Vorstellung der Zukunftspläne von SEAT sagte Vorstandsvorsitzender Luca de Meo, dass das Unternehmenswachstum auf vier Säulen basieren wird. Im Einzelnen seien dies „mehr Marken, mehr Märkte, mehr Autos und mehr Energie“ – und bis 2020 will die wachsende Marke im Volkswagen Konzern jedes halbe Jahr ein neues Auto einführen. Die ersten beiden Modelle werden der CUPRA Ateca, der den Start der neuen Automarke einläutet und der große SUV (Sport Utility Vehicle) mit dem Namen SEAT Tarraco sein – beide Modelle erleben Ende 2018 ihren Marktstart. Im nächsten Jahr wird die neue Generation des SEAT Leon beim Händler stehen – traditionell als Fünftürer und Kombi. Damit nicht genug: Ab 2020 werden das erste vollelektrische Modell von SEAT auf Basis des MEB-Baukastens des Volkswagen Konzerns mit einer Reichweite von 500 Kilometern und der erste CUV (Crossover Utility Vehicle) in der SEAT-Modellpalette auf den Markt kommen.

Mit dem neuen SEAT Tarraco, der am 18. September in Tarragona seine Weltpremiere erleben soll, nimmt das Unternehmen ein weiteres Modell in seine bisher größte Produktoffensive auf. Das Großraumfahrzeug mit bis zu sieben Sitzen wird die SUV-Präsenz vervollständigen, zu der bereits der Ateca und der Arona zählen. Die 2016 mit der Einführung des Ateca eingeleitete Produktoffensive wurde 2017 mit dem Crossover Arona fortgesetzt – im Dezember 2018 soll dann der SEAT Tarraco auf den Markt kommen.

Im Rahmen einer ungewöhnlichen Aktion hatte das Unternehmen die Öffentlichkeit aufgefordert, Vorschläge einzureichen und über den Namen des neuen SUV abzustimmen, der in der nächsthöheren Klasse über dem SEAT Ateca positioniert ist. „Mit der Aktion #SEATseekingName gehen wir einen völlig neuen Weg, um die Öffentlichkeit und Follower der Marke auf der ganzen Welt in die Namensfindung von Anfang bis Ende mit einzubeziehen“, erläuterte Luca de Meo, Vorstandsvorsitzende der SEAT S.A.

Tarraco ist der Name des heutigen Tarragona, als es noch eine römische Kolonie war. Die katalanische Hafenstadt war die älteste römische Siedlung auf der iberischen Halbinsel und wurde zur Hauptstadt ihrer Provinz Hispanien gemacht. Die am Mittelmeer gelegene Stadt hat ein reiches kulturgeschichtliches Erbe, ist voller Geschichte und Architektur und hat eine junge Ausstrahlung. Tarraco ist der erste Name eines SEAT Modells, der durch eine öffentliche Abstimmung ausgewählt wurde, und der 14. spanische Ortsname für ein Markenmodell. 1982, also vor 36 Jahren, wurde der SEAT Ronda als erstes Modell nach einer spanischen Stadt benannt. Seit damals sind zwölf weitere Modelle hinzugekommen – die Namen der Orte in ganz Spanien lauten: Ibiza, Malaga, Marbella, Toledo, Inca, Alhambra, Cordoba, Arosa, Leon, Altea, Ateca und Arona.

Jetzt hatten wir Gelegenheit bereits weit vor der Markteinführung eine erste Ausfahrt mit dem SEAT Tarraco zu unternehmen. DIE AUTOSEITEN fuhren den dritten SUV der Marke in seiner Heimat, dessen Gene aus Barcelona kommen und in Wolfsburg vom Band laufen wird. Der von uns gefahrene Prototyp war mit einem 150 PS starken TSI, Frontantrieb und manuellem Schaltgetriebe ausgestattet – erster Eindruck: solide, komfortabel, praktisch und sehr geräumig. SEAT wird den 4,74 Meter langen Tarraco wahlweise mit Vierzylinder-Benzin- und Turbodiesel-Motoren, manuellem Schaltgetriebe und automatisiertem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) sowie mit Allradantrieb anbieten. Die beiden TSI-Benziner leisten aus 1,5-Liter Hubraum 150 PS (110 kW) oder aus 2,0-Liter Hubraum 190 PS (140 kW). Der 2,0-Liter TDI ist ebenso 150 PS und 190 PS stark.

Neben der öffentlichen Namensfindung hatte SEAT eine weitere Idee: zehn Fans der Marke aus der ganzen Welt sollten einen exklusiven ersten Blick auf sein neuestes SUV-Modell, den Tarraco, bekommen. Die aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien stammenden Autoliebhaber bekamen die Gelegenheit, den dritten SUV der Marke noch vor seiner internationalen Präsentation im September 2018 aus nächster Nähe zu begutachten. Die Reaktionen beim ersten Anblick des Terraco, der die SUV-Offensive der Marke komplettieren wird, waren „Beastly good“, „stupenda“, „magnifique“, „schön“, „enorme“ – unterschiedliche Sprachen, die jedoch alle dasselbe ausdrücken.