Volkswagen baut sein SUV-Angebot weiter aus

Volkswagen will mit einem neuen SUV-Format durchstartet: der T-Cross. Auf dem Genfer Autosalon 2016 als Studie präsentiert, nimmt jetzt die Serienversion Kurs in Richtung Produktionsanlauf. Mit dem T-Cross wird Volkswagen das Spektrum der Sport Utility Vehicles (SUV) um ein kleines Modell erweitern. „I am more than one thing“ – das ist der Claim zur Einführung des T-Cross. „More“ ist dabei als Programm zu verstehen: „mehr als in dieser Klasse üblich wird er bieten und dabei nicht mehr kosten.“

Die Weltpremiere des neuen T-Cross wird im Herbst erfolgen, die Markteinführung ist für Frühjahr 2019 geplant. Die Zeit bis dahin verkürzt Volkswagen mit einem ersten Blick auf das künftige SUV – und hier ist nicht alles wie üblich: So eine Tarnung hat es bei Volkswagen auf einer Abnahmefahrt noch nie gegeben. Bislang waren Prototypen bei den letzten Test- und Probefahrten dezent in schwarz und weiß maskiert, damit niemand die Details erkennt – ein so genannter „Covered Drive“ eben. Der T-Cross ist anders. Das kleine SUV soll junge Kunden ansprechen und für die Marke gewinnen – und das zeigt sich schon bei den ersten Probefahrten, bei denen DIE AUTOSEITEN exklusiv dabei waren. „Black Uni“, „Energetic Orange” und “Makena Turquoise” heißen die Fahrzeugfarben. Die darauf abgestimmte farbige Tarnung macht den „Covered Drive“ zum „Coloured Drive“.

„Das war uns ganz wichtig, dass wir ein Auto, einen Typ schaffen, der im Verkehr auffällt“, sagt Klaus Bischoff. Chefdesigner der Marke Volkswagen: „Wenn man ein SUV designt, muss das so aussehen, dass es jede Straße dieser Welt erobern kann. Eigenständig, maskulin, kräftig. Und das sind alles Attribute, die der T-Cross hat.“ Dass er jede Straße erobern kann, zeigt der T-Cross, als er sich gemeinsam mit DIE AUTOSEITEN vor den Toren Münchens das erste Mal einer kleinen Öffentlichkeit zeigt. Durch Kiesgruben und die Täler der Voralpen, hinauf auf Hügel, über Schotterpisten entlang der Felder zum Starnberger See. Der T-Cross tobt sich aus, denn genau dafür ist er als kleinstes Mitglied der SUV-Familie von Volkswagen gedacht: für die kleinen und großen Abenteuer in den Städten und im Umland. „Der T-Cross erweitert die SUV-Familie ins Kleinwagensegment von Volkswagen“, sagte Andreas Krüger, Leiter der Small-Baureihe, gegenüber DIE AUTOSEITEN. „Der T-Cross ist für die Baureihe „Small“ deshalb so wichtig, weil er gerade jungen Kunden den Einstieg in das SUV-Segment ermöglicht.“

Die coole Seite sieht man dem T-Cross an: dominanter Kühler, die Räder betont und mit bunten 18-Zoll-Felgen. Am Steuer spürt man die Coolness. Mit seinem Frontantrieb düst der 4,10 Meter kurze Flitzer los, die höhere Sitzposition ermöglicht eine sehr gute Übersicht – genau das macht die Sport Utility Vehicles so erfolgreich. „Durch die höhere Position haben sie gefühlt viel mehr Platz im Wagen“, so Andreas Krüger. Auf der Probefahrt verraten die Experten noch nicht alle technischen Details. Soviel dann aber doch: Der T-Cross erhält optional ein digitales Cockpit mit 8-Zoll-Infotainment-Touchscreen und Active Info Display. Dazu vier USB-Anschlüsse und eine Fläche zum kabellosen Aufladen von Smartphones. Ein Beats Soundsystem mit 300 Watt und Subwoofer gehört auch zu den fünf Ausstattungslinien.

Die praktische Seite merkt derjenige, der hinten Platz nimmt. Denn: Die Rückbank ist um 15 Zentimeter verschiebbar. „Dank des Modularen Querbaukastens ist der T-Cross extrem flexibel. Wenn Sie mit Kindern und viel Gepäck in den Urlaub fahren möchten, können sie die Bank nach vorne schieben und den Gepäckraum maximal nutzen“, erklärte Andreas Krüger: „Wenn sie abends mit ihren erwachsenen Freunden durch die Stadt fahren, schieben Sie die Rücksitzbank nach hinten und können den Platz anders nutzen.“ Auf der Rückfahrt vom Möbelhaus legt man die Rückbank um und zaubert aus 455 Litern Kofferraum sogar 1.281 Liter Stauraum.

In Europa wird der T-Cross das fünfte SUV der Marke Volkswagen neben T-Roc, Tiguan, Tiguan Allspace und Touareg sein – auch in China und Südamerika wird er auf den Markt kommen. „Bei den SUV der Marke Volkswagen erkennt man eine klare genetische Linie, die alle verbindet“, so Chefdesigner Klaus Bischoff: „Der T-Cross hat auch ein bisschen Touareg-Genetik in der Front und im Aufbau. Nicht zu viel aber eben so viel, dass man Volkswagen erkennen kann. Und das ist ganz wichtig.“