Verbesserte Sicherheit bei schlechten Sichtverhältnissen   

Fast 17 Stunden ist es täglich im Juni hell. Braucht man da noch Licht am Tag beim Autofahren? Das ist die Frage – die Antwort: sicher. Jeder kennt die Situation: Bei tief stehender Sonne begegnen sich in dunklen Alleen oder Häuserschluchten unbeleuchtete Fahrzeuge. Das erhöht die Unfallgefahr. Tagfahrlicht, das seit 2011 in allen neuen Fahrzeugtypen serienmäßig strahlt, soll unterstützen. Was aber gilt, wenn ein Tunnel angekündigt wird oder der Starkregen überraschend niederprasselt? Was darf oder muss dann leuchten? Tagfahrlicht wird in Deutschland empfohlen, Pflicht ist es aber nicht. Es dient dazu, beim Gegenverkehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, leuchtet aber nicht die Straße aus. Entgegenkommende Fahrzeuge werden so besonders bei wechselnden Lichtverhältnissen besser wahrgenommen.

An Motorrädern müssen laut Paragraph 17 der Straßenverkehrs-Ordnung  dagegen Tagfahr- oder Abblendlicht leuchten. Bei Tunnel-Fahrten, angekündigt mit dem entsprechenden Verkehrszeichen (schwarze Tunneleinfahrt, weiß hinterlegt und blau eingerahmt), genügt das Tagfahrlicht allerdings nicht. Wer hier ohne Abblendlicht fährt, riskiert 10 Euro, bei Gefährdung 15 und mit Sachbeschädigung 35 Euro. Abblendlicht leuchtet die Fahrbahn vor dem Fahrzeug aus und ist Teil der Gesamtbeleuchtung. Dann sind auch die Heckleuchten in Betrieb. Bestraft wird die Fahrt ohne Abblendlicht auch bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel oder Regen. Dann darf auch bei Sichtweiten unter 50 Meter die Nebelschlussleuchte scheinen, um auch von hinten besser gesehen zu werden. Fast alle europäischen Nachbarn ordnen am Tag auch bei guter Sicht das Tagfahrlicht  oder alternativ das Abblendlicht an.