Mazda stellt auf Euro 6d-TEMP Norm um

Mazda bereitet seine Motorenpalette für die Zukunft vor:  Alle ab sofort bestellten Neufahrzeuge aus laufender Produktion werden nach der neuen Abgasnorm Euro 6d-TEMP inklusive des anspruchsvollen RDE-Tests auf der Straße zertifiziert – mit Ausnahme des Mazda3, dessen Nachfolger im kommenden Jahr erwartet wird. Damit stellt der japanische Hersteller seine Modellpalette rund ein Jahr vor der verbindlichen Erfüllung des RDE-Tests für alle neuzugelassenen Fahrzeuge auf die neue Abgasnorm um. Die Auslieferung der ersten Neufahrzeuge mit Euro 6d-TEMP-Typzulassung erfolgt ab Juli 2018.
Die modifizierten Vierzylinder SKYACTIV-G Benzin-Direkteinspritzer mit 1,5; 2,0 und 2,5 Liter Hubraum erfüllen die strengeren Grenzwerte der Euro 6d-TEMP für die Partikelanzahl-Emissionen ausschließlich dank innermotorischer Modifikationen, eine zusätzliche Abgasreinigung durch einen Benzinpartikelfilter ist nicht notwendig. Beim SKYACTIV-D Dieselmotor mit 2,2 Liter Hubraum sorgt ein zusätzliches SCR-System für die Einhaltung der strengen NOX-Grenzwerte.

Der Hubraum des kleineren 1,5-Liter-SKYACTIV-D wird auf 1,8 Liter vergrößert, hier genügt ein NOX-Speicherkatalysator zur Erfüllung der Euro 6d-TEMP. Mazda geht hier einmal andere Wege und beweist, dass saubere Abgase nicht ausschließlich mit aufwändiger Abgasnachbehandlung erreicht werden können. Die Abgas- und Verbrauchswerte der Euro 6d-TEMP Norm werden nach dem neuen WLTP-Zyklus (Worldwide harmonised Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Dieser löst den bisherigen Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ab und soll mit neuen Parametern realitätsnähere Verbrauchs- und Emissionswerte liefern. Wie beim Vorgängerzyklus NEFZ handelt es sich beim WLTP um eine bessere Vergleichbarkeit. Zusätzlich werden für die Euro 6d-TEMP auch Schadstoffemissionen berücksichtigt, die im realen Straßenverkehr gemessen werden (Real Driving Emissions – RDE). Die Euro 6d-TEMP gilt ab dem 1. September 2019 für alle Neuzulassungen.