Zehn Jahre customer racing – Modelloffensive läuft

Audi Sport customer racing feiert sein zehnjähriges Bestehen. Nach der Präsentation der ersten R8 LMS Generation 2008 vertrauten in der Folge-Saison erste Kunden auf den GT3-Sportwagen. Audi Sport customer racing, ein Teil der Audi Sport GmbH, konnte bislang 531 Rennwagen für internationale Kunden aufbaut – und bis heute zählen weltweit 52 Fahrer-Meistertitel zu den Erfolg sowie Siege bei Langstrecken-Rennen von 12 und 24 Stunden Dauer.

„Audi Sport customer racing erlebt heute die größte Modelloffensive seiner Geschichte“, sagte Michael-Julius Renz, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH, gegenüber DIE AUTOSEITEN anlässlich des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. 33 Rennwagen aus dem aktuellen Modellprogramm verteilen sich beim Langstrecken-Klassiker in der Eifel auf drei Klassen. Während die GT3-Variante des Audi R8 LMS um den Gesamtsieg kämpft, geht es für den Audi R8 LMS GT4 und den Audi RS 3 LMS um Klassensiege. Zugleich vertrauen die Teilnehmer im Audi Sport R8 LMS Cup auf beide Versionen des Audi R8 LMS, während bei der WTCR  (FIA-Tourenwagen-Weltcup) gleich sieben Audi RS 3 LMS am Start waren. Die ersten beiden Gesamterfolge bei dem Langstrecken-Klassiker auf dem Nürburgring gingen 2012 und 2014 auf das Konto der ersten Generation des Audi R8 LMS, ebenso gewann er das 24-Stunden-Rennen in Spa in den Jahren 2011, 2012 und 2014. In seinem siebenjährigen Modellzyklus entstanden 137 Rennwagen für die Märkte Asien, Australien, Europa, Nord- sowie Südamerika. Noch immer ist der Rennwagen beliebt und erfolgreich in Klassen für Autos älterer Jahrgänge, etwa im australischen Clubsport. Dabei profitieren alle Besitzer von einem weltweiten Servicenetz und einer umfassenden Teileversorgung.

Im nächsten Schritt der Modelloffensive lancierte Audi Sport customer racing Ende 2016 den Audi RS 3 LMS. Der frontangetriebene Rennwagen für die populäre TCR-Kategorie leistet bis zu 350 PS (257 kW) – dieser RS 3 entsteht im Konzernverbund mit CUPRA, der sportlichen Marke von SEAT, am spanischen Standort Martorell bei Barcelona. Von diesem Einsteiger-Tourenwagen, der in seiner ersten Saison fünf Titel gewonnen hat, sind bereits 166 Autos gebaut. Die Modelloffensive bei Audi customer racing arbeitet auf Hochtouren, der R8 LMS GT4 ist der jüngste Neuzugang. Ein Klassen-Doppelsieg bei den 24 Stunden von Dubai markierte im Januar 2018 einen glänzenden Saisonstart. In den ersten sechs Monaten wurden bei Audi Sport bereits 65 dieser Modelle produziert. Der Audi R8 LMS GT4 entsteht in den Böllinger Höfen auf denselben Produktionsanlagen wie das Serienmodell, mit dem er sich 60 Prozent seiner Komponenten teilt.

„Das Interesse unserer Kunden und ihre Erfolge zeigen, dass sich unsere Modelloffensive auszahlt“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Alleine in der aktuellen Saison haben unsere Mannschaften über alle Klassen hinweg bereits 158 Rennen bestritten und dabei 53 Siege gefeiert. Wir sind stolz, in einem harten Wettbewerbsumfeld so starke Teams und Fahrer zu unseren Kunden zählen zu können.“ Am Rande des 24-Stunden-Rennens wurde bekannt, dass der Gewinner des Audi Sport R8 LMS Cup 2018 ein individuelles Audi R8 Coupé V10 RWS erhält. Das Kürzel RWS steht für Rear Wheel Series und kennzeichnet den heckangetriebenen R8, der exklusiv in Handarbeit in der R8-Manufaktur „Böllinger Höfe“ entsteht. Audi Sport customer racing enthüllte diese Editionsversion beim Deutschland-Debüt des Markenpokals, der seine Wurzeln in Asien hat. Audi Sport Chef Michael-Julius Renz sagte gegenüber DIE AUTOSEITEN: „Auch wenn der R8 RWS heckangetrieben vorfährt, so bleibt unser Allradantrieb quattro weiterhin unsere Markenkern.“