Traditionsmarke beweist die Stärke dieser Kombination

Motorsport und Porsche sind untrennbar miteinander verbunden. Bereits das erste Fahrzeug der Marke beweist die Stärke dieser Kombination. Wenige Tage, nachdem der 356/1 die Straßenzulassung erhalten hat, gewinnt das Auto das Innsbrucker Stadtrennen – im Juli 1948. Schon damals geht es um Erkenntnisse für die technische Weiterentwicklung – sie fließen in die folgenden Serienfahrzeuge ein. Der 356/1 ist die Initialzündung. An diesem Rezept hat sich bis heute nichts geändert. Der Motorsport liefert wichtige Erkenntnisse für Serienfahrzeuge. Umgekehrt gibt die Serie Impulse für die Rennfahrzeuge – Technologietransfer in beide Richtungen.

Mit dem 919 Hybrid gewann Porsche auch die 24 Stunden von Le Mans, dem wohl härtesten Langstreckenrennen der Welt. Bei jedem Rennen: Fahren im absoluten Grenzbereich des derzeit technologisch Möglichen. Der Hybridantrieb im 919 Hybrid verbindet innovative Downsizing-Turbotechnologie mit effizienter Benzindirekteinspritzung für den Zweiliter-V4-Verbrennungsmotor und nutzt eine Lithium-Ionen-Batterie als Speichermedium für die elektrische Energie aus zwei unterschiedlichen Rückgewinnungssystemen (Bremsenergie von der Vorderachse und Abgasenergie). Der 919 Hybrid erreicht bei nur 875 Kilogramm Gewicht eine Systemleistung von rund 900 PS und liefert Porsche entscheidende Impulse für die Entwicklung künftiger Straßensportwagen.

Dagegen ist der Porsche Mission E der aktuellste Technologieträger unter den Porsche Serienwagen. Auch er ist unterwegs in einem Grenzbereich – dem der künftigen sportlichen, emissionsfreien Mobilität. Ende dieses Jahrzehnts kommt der erste rein batteriebetriebene Straßen-Sportwagen aus Zuffenhausen in die Showrooms. Mehr als eine Milliarde Euro steckt Porsche in dieses Projekt. Über 500 Kilometer Reichweite, Rekord-Ladezeit. Eine Systemleistung von mehr als 600 PS. Die Fakten: Allradantrieb mit Porsche Torque Vectoring, Allradlenkung, Leichtbaukarosserie, niedriger Schwerpunkt mit Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden, optimale Gewichtsverteilung, ausgewogene Balance, perfekte Aerodynamik. Das Ergebnis sind herausragende Fahrleistungen und höchste Dynamik: 3,5 Sekunden auf 100 km/h, weniger als 12 Sekunden auf 200 km/h, über 250 km/h Höchstgeschwindigkeit, weniger als acht Minuten für die Nürburgring-Nordschleife – wenn man will.

„Mission Future Sportscar“ – so überschreibt Porsche das Engagement im Motorsport und bringt es damit auf den Punkt: Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Rennsportwagen immer ihre Bedeutung für die Marke haben werden. Doch die Autos wandeln sich – beispielsweise in Richtung Emissionsfreiheit. Die Aufgaben auf dem Weg dorthin sind keineswegs trivial –  nicht einmal für einen Sportwagenhersteller mit der Erfahrung tausender Rennerfolge im Rücken. Denn es geht nicht um Minimalziele, sondern um den besten Sportwagen überhaupt: das perfekte und ausgewogene Gesamtpaket aus Performance, Umweltverträglichkeit und sozialer Akzeptanz. Der 919 Hybrid war so ein perfekter Sportwagen unter den Le Mans-Prototypen – „wie so oft der Beste seiner Zeit“, sagte Fritz Enzinger als Leiter des LMP1-Projekts. „Auf höchste Effizienz getrimmt, bei Antrieb, Leichtbau und Aerodynamik.“
Porsche hat die besten Fachleute auf jedem Gebiet. Der Technologietransfer zwischen Serie und Motorsport und zurück findet, der auf einer einfachen, aber sehr wirkungsvollen Basis stattfindet: der Offenheit für temporäre Projektteams und berufliche Wechsel zwischen einzelnen Abteilungen. Welche Aufgabe steht an, welche Herausforderungen gilt es zu meistern? Passende Menschen liefern passende Antworten. „Ohne die Kollegen aus der Serienentwicklung hätten wir den 919 Hybrid nie so schnell entwickeln können“, sagte Andreas Seidl als Porsche Teamchef.  „Dort gibt es gehörig Erfahrung in allen Disziplinen des Fahrzeugbaus, beispielsweise zur Hybridtechnologie – unsere Entwickler können komplett darauf zurückgreifen.“ Und Fritz Enzinger ergänzte: „Die extrem kurzen Entwicklungszeiten zeichnen den Rennsport aus. Wir entwickeln für die Saison und oft von Rennen zu Rennen. Sie sind unsere Härtetests. Auf diese Weise spielen wir immens schnell neues Wissen zurück in den Pool. Manches davon wird sich in künftigen Serienfahrzeugen wiederfinden.“