Bei der Spirit of Amarok wurde um den Titel des besten Offroad-Amateurs gekämpft

Ein riesiger Schneewolf läuft mit einer übergroßen, blutroten Sonne im Hintergrund durch die Wüste. Was sich anhört, wie ein Musikvideo von Pink Floyd, ist das beeindruckende Ergebnis der Spirit of Amarok. 21 Teams aus der ganzen Welt jagen mit dem VW Amarok, der den Namen eines wolfsähnlichen Wesens der Inuit trägt, durch Südafrika. Seit 2004 lockt der Amateur-Offroad-Wettbewerb Fahrer in die unwirkliche Kalahari-Wüste. Auf einer Fläche von über einer Million Quadratkilometern werden bei unterschiedlichen Herausforderungen Punkte vergeben und so das beste Team ermittelt.

Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb von der südafrikanischen Renn- und Rallyefahrer Legende Sarel van der Merwe. Nach dem Ende seiner Karriere rief der inzwischen 73-Jährige Fahrer das Rennen Spirit of Afrika ins Leben. Der Grund für den Namenswechsel? 2011 stand zum ersten Mal der Volkswagen Amarok an der Startlinie und beeindruckte van der Merwe so sehr, dass er die Marke als offiziellen Partner für seine Rennen mit an Bord holte.

Die dreiköpfigen Teams wurden alle mit dem Amarok Double Cab 2.0 TDI ausgestattet. Der 140 PS (103 kW) starke Pick-up wurde bei den technisch anspruchsvollen Disziplinen, wie Sprintparcours und Trial-Sektionen auf Herz und Nieren getestet. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs

Abseits der Zivilisation campten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Kalahari Goerapan Lodge. Inmitten riesiger Salzflächen, Sanddünen und karger Vegetation konnten sich die Fahrer erholen und vor den nächtlichen Minusgraden ins Zelt flüchten.

Zu Beginn des ersten Tages durften die Amateurfahrer erst einmal die Schulbank drücken. Nach einer Einführung in den rechtslenkenden Amarok wurde ihnen auch die Grundlagen für Fahren auf Sand an die Hand gegeben.

Dann ging es los: Vom schnellen bewältigen von festgelegten Routen über die Dünenlandschaft, bis zum Reifenwechsel auf Zeit und dem 1 vs 1 Drag Racing, verlangte man den Fahrern alles ab. Von steilen Abhängen, über enge Kurven, bis zu unwegsamem Untergrund gab es keine Eigenschaft des Amaroks, die nicht auf die Probe gestellt wurde.

Alle absolvierten die Fahrzeuge, unabhängig vom Piloten, mit Bravour. Lediglich ein platter Reifen war während der fünf Wettbewerbstage zu beklagen. Ansonsten arbeiteten sich die Amarok durch jede noch so schwierige Situation und überraschten die Zuschauer ein ums andere Mal. Während das deutsche Fahrzeug also rundum überzeugte, zeigte der Wettbewerb den deutschen Piloten schnell ihre Grenzen auf.

Schon bei der ersten Aufgabe zeigte sich hier die Erfahrung der Lokalmatadoren mit losem Untergrund. So lag das erste deutsche Team bereits nach kurzer Zeit auf dem letzten Platz und schaffte es auch im Laufe des Wettbewerbs nicht mehr sich hochzuarbeiten. Auch das zweite Team landete auf dem vorletzten 20 Platz. Lediglich Helge Witt und Maximilian Rösch verteidigten mit Platz 15 einen Teil der deutschen Rallye Ehre.

Platz eins wurde erwartungsgemäß vom Team aus Südafrika belegt. Dicht gefolgt von Namibia und Russland. So hielten Juan Grant und Marius Henn am Ende stolz einen bronzenen Wolf in der Hand – Eine Anlehnung an den Namensvetter des Amarok.