Opel hat den Insignia GSi auf dem Nürburgring getestet

Der neue Opel Insignia GSi ist ein Präzisionsinstrument, so sieht es jedenfalls der Hersteller. Und das sind die Fakten: Zehn Millimeter dichter an der Straße als ein normaler Insignia und mindestens 160 Kilogramm leichter als ein Insigina OPC der Vorgängergeneration. Mit dem intelligenten Allradantrieb, bei dem dank Torque Vectoring jedes einzelne Rad mit Kraft versorgt wird, soll das Handling verbessert  werden und lästiges Untersteuern entfallen. 20 Zoll große Rädern sorgen für besten Grip, die zupackenden Brembo-Bremsen für kurze Bremswege und ein Höchstmaß an Sicherheit. Dazu sind die direkte Lenkung, die regelbaren Stoßdämpfer sowie die Motor- und Getriebesteuerung miteinander vernetzt und reagieren beim Aktivieren des Sport-Modus spontan, um nicht zu sagen richtig bissig.

Unter der Motorhaube arbeitet ein 2,0-Liter Vierzylinder-Turbobenziner, der 260 PS (191 kW) leistet und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter bietet. Kurz: Der GSi ist eine Art automobiles Florett für Liebhaber von modernen, hocheffizienten Sportlimousinen. Eine „Connoisseur’s Choice“-Edition mit dem Gütesiegel „Nürburgring getestet“, denn auf der legendären Nordschleife in der Eifel bekommt jeder sportliche Opel seinen letzten Schliff. Die „Grüne Hölle“, wie die Nürburgring-Nordschleife liebevoll genannt wird, ist die perfekte Teststrecke für den Opel Insignia GSi. Einer der besten Kenner des Kurvendschungels ist Volker Strycek, Opel Direktor Performance Cars und Motorsport. Hier siegte er 2003 beim kultigen 24-Stunden-Rennen auf einem Opel Astra V8 Coupé. Zuletzt hat er mit seinem Team dem Insignia GSi das Nürburgring Set-up verpasst.

„Die Leichtbau-Architektur, die top Chassis-Auslegung mit tiefgreifender Entwicklung der Dämpferhydraulik und Softwareanpassung, der einzigartige Allradantrieb sowie die Hochleistungsreifen machen den GSi so präzise und scharf, wie wir ihn haben wollten“, sagte Volker Strycek nach den Testfahrten. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit dem neuen Insignia GSi bin ich auf einer Runde über die Nordschleife bis zu zwölf Sekunden schneller als mit dem stärkeren OPC-Vorgänger – dabei fahre ich dann natürlich jeden Meter voll am Limit. Sobald die Strecke anspruchsvoller wird, wie in Kurven oder auf Strecken mit niedrigem Reibwert, also dann, wenn das Auto besonders wendig und präzise reagieren muss, ist der GSi definitiv schneller und besser zu beherrschen.“