Auf Lofoten-Entdeckungstour durch die Natur mit dem VW California – auch im Winter

Weit im Norden von Europa liegt ein Land mit Felsen, Gletschern, tiefen Fjorden, weiten Hochebenen und einer Küste mit Inseln und Holmen. Im Sommer scheint hier die Sonne über Wochen und Monate am Tag und in der Nacht, während in den kalten und klaren Winternächten das Nordlicht zu tanzen scheint. Während in den meisten Teilen Europas der sonnige Frühling beginnt kann man im hohen Norden letzte winterliche Züge genießen. DIE AUTOSEITEN haben sich mit dem VW California auf den Weg gemacht, die Lofoten, eine Inselgruppe vor der Küste Norwegens, bestehend aus etwa 80 Inseln zu erkunden. Zu jeder Jahreszeit bieten die Lofoten prächtige Szenerie. Das Zusammenspiel von Meer, spitzen Bergen, Fischerdörfern und weißen Stränden an kristallklarem Wasser macht die Lofoten zu einem magischen Ort. Da ist es schön, zu wissen, dass es entlang der Route versteckte Plätzchen und Möglichkeiten für malerische Abstecher gibt. Aufgrund des Jedermannsrecht in Norwegen dürfen Touristen sich überall in der Natur frei bewegen und campen. Für diese Art des Reisens ist der VW California eine ideale Basis. Das Reisemobil ist wendig und agil wie ein PKW und bietet gleichzeitig umfangreichen Camping Komfort.

Unsere Reise beginnt in Bodø. Der Ort dient klassisch als Sprungbrett zu den Lofoten. Die Stadt liegt auf einer Halbinsel eines Küstenstreifens in Nordnorwegen. Schon hier kann man den Alltag einfach abschütteln: Kajakfahren in der Mitternachtssonne, Ausflüge im Schnellboot durch malerische Inselgruppen oder Angeln im Saltstraumen, dem stärksten Gezeitenstrom der Welt. Doch der eigentliche Charme der Stadt liegt in der malerischen Kulisse aus zerklüfteten Berggipfeln und der Weite der darüber liegenden Himmel. Bodø hat den weltweit dichtesten Bestand an Weißschwanz-Seeadlern und ist daher auch als Hauptstadt der Seeadler bekannt. Mit der MS Nordlys von Hurtiguten, der traditionellen norwegischen Postschifflinie überfahren wir den Vestfjord, die Meeresbucht, die die Inselkette der Lofoten vom norwegischen Festland trennt.
Sie ist legendär und gilt als die „schönste Seereise der Welt“: Die Hurtigruten Fahrt entlang der norwegischen Fjordküste zwischen Bergen und Kirkenes. Ihre mehr als 120-jährige Geschichte und die unverfälschten Erlebnisse der norwegischen Natur, Kultur und Traditionen machen diese Reise einzigartig. Täglich verlässt ein Hurtigruten Schiff die Hansestadt Bergen und nimmt nördlichen Kurs auf Kirkenes, den Wendepunkt der Reise nahe der russischen Grenze. Von hier geht es zurück nach Bergen. Die gesamte Reise dauert zwölf Tage. Der tägliche Liniendienst mit der elf Schiffe starken Flotte lässt sich flexibel nutzen: In jedem der 34 angelaufenen Hurtigruten Häfen können Gäste zu- und aussteigen und so ihre Reisestrecke ganz individuell gestalten. Reisemobile sind auf den Hurtigruten ehr selten zu sehen. Sie passen nicht in den Bauch der Schiffe. Mit unseren kompakten VW California ist das kein Problem. Über die seitliche Rampe fahren wir in einen Aufzug, der uns im schmalen Rumpf des Schiffes versinken lässt. Auf dem Teilstück zwischen Bodø und Stamsund erleben einen faszinierenden und langanhaltenden Sonnenuntergang.
Nach dreistündiger Überfahrt erreichen wir das bezaubernde Fischerdorf Stamsund auf der Südseite der Insel Vestvågøy. Seit über 6.000 Jahren werden die Lofoten besiedelt. In ihrer Geschichte dreht sich alles um Fisch. Die Einwohner betrieben das ganze Jahr über Fischfang und führen üblicherweise auch noch kleine landwirtschaftliche Betriebe. Die größte Bedeutung, jedoch hatte der saisonale Fischfang von Kabeljau. Die Natur hat es so eingerichtet, dass jedes Jahr von Januar bis April große Schwärme von Kabeljau vom Norden in die Meeresregion der Lofoten zum Laichen kommen. Der Fischfang in diesen Monaten war die mehr als ausreichend Lebensgrundlage der Menschen, die zu allen Zeiten auf den Lofoten lebten.   Unsere erste Nacht verbringen wir in Unstad an der Westküste. In Surferkreisen gilt Unstad als „the place to be“. Hier ist man am offenen Meer, reitet auf den Wellen des Atlantischen Ozeans und wird nicht enttäuscht, weder quantitäts- noch qualitätsmäßig. Das Nachtquartier haben wir direkt am Strand aufgeschlagen.   Unterwegs sind wir mit dem neuen California-Sondermodell Ocean Redder, der uns Camping mit Stil bietet. „Von Kopf bis Fuß“ wurden farbige Akzente und hochwertige Details eingearbeitet. Das zentrale Element des neuen Designs zeigt sich im Aufstelldach bei der Farbe des Faltenbalgs Strawberry Red. Zusätzlich ist diese typische Farbgebung mit einer Zweifarblackierung weitergeführt, die das Kult-Design mit modernen Stilelementen und technischen Ausstattungen von heute ergänzt. Unser VW California umfasst serienmäßig Standheizung, Climatronic, Chrompaket, Licht & Sicht-Paket, isolierende Doppelverglasung sowie elektrische Zuziehhilfen für die Heckklappe und Schiebetür.
Schon beim ersten Aufbau unseres Nachtlagers begeistert das neue Ambiente des Interieurs mit Boden in Holzoptik. Es ist geschmackvoll auf das entsprechende Mobiliar aus Aluminium und Holz-Dekor abgestimmt. Die Komfortbeleuchtung sowie eine dimmbare LED-Beleuchtung im Aufstelldach tauchen dieses geschmackvolle Interieur samt Sitzen mit Alcantara-Bezug in angenehmes Licht und bereiten so ein ganz neues Wohlfühlambiente im Fahrzeug. Es herrscht klarer Sternenhimmel. Mit großer Erwartung warten wir auf ein beeindruckendes Naturschauspiel: Das Nordlicht. Nirgendwo auf der Welt ist es stärker als auf den Lofoten, denn hier sind die mildesten Winter in der Nordlichzone. Es beginnt häufig wie ein schwacher grünweißer Streifen, der sich dann plötzlich bewegt. Die grüne Farbe wird stärker und ein rosa Streifen ist an der Kante zu sehen. Er windet sich und wogt umher, und die Streifen füllen den Himmel aus. An diesem Abend brauchen wir nicht lange warten und über uns tanzen die grünen Lichtschlagen. Nicht nur im Sommer, der Hauptreisezeit, haben die Lofoten viel zu bieten, auch in den winterlichen Monaten gibt es unzählige Möglichkeiten die Inseln zu erleben. Neben Aktivitäten wie Surfen, Reiten, Tauchen und Besuche von Kunstgalerien und Museen laden die Lofoten zu fantastischen Urlaubserlebnissen besinnlicher und aktiver Art ein. Die Reise mit dem VW California führt uns über die Hauptinsel Vestvågøy und Moskenesøy den südlichen Teil der Lofoten. Zwischen noch mit Schnee bedeckten Wiesen und Bergen liegt die Stadt Leknes. Der Ort hat eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Hotels, gastronomischen Einrichtungen, Geschäften und Werkstätten. Um Lenkes gibt es hervorragende Tourengebiete, von denen Wanderer, Surfer und Paragleiter Gebrauch machen. Das nachgelegene Ballstadt ist eines der größeren aktiven Fischerdörfer mit Ferienhütten, Trandämpferei und der Größten Außenwandmalerei der Welt. Man sollte sich nicht entgehen lassen, die Lofoten vom Meer aus zu erleben. Beim Passieren von Inseln und Meerengen gleiten majestätische Felsen am Boot vorbei. Mit etwas Glück kann man einen mächtigen Seeadler beim Sturztauschen nach einem Fisch beobachten.
Entlang der Südküste der Insel gibt es u.a. die aktiven Fischerdörfer Mortsund und Stamsund zu erkunden. Die Hurtgruten-Schiffe halten in Süd- und Nordrichtung in Stamsund, wo Fischerhütten, Restaurants, Galerien, Theater und eine Alpinanlage zu einem Besuch einladen. Mit einfachen bis anspruchsvollen Strecken bieten die Lofoten ein Paradies für Ski- oder Schneeschuhtouren im Gebirge. Das Gefühl einer Skiabfahrt von der Bergspitze bis zum Fjord ist unvergleichlich. Auch das Konzept „Ski & Sail“ ist sehr beliebt. Wohnen kann man in speziellen Ski-Lodges, wo alles für Skiabenteuer und Gebirgstourengänger zugeschnitten ist. Das Licht im Winter und Frühjahr ist absolut großartig und in Kombination mit der spektakulären Landschaft auf den Lofoten für Fotointeressierte unwiderstehlich. Häufig scheint der Himmel in Flammen zu stehen –  die Fotografen stehen in Reih und Glied, um den Augenblick zu verewigen. Winterpaddeln ist erfrischend und eine Möglichkeit für alle, die mal etwas Anderes ausprobieren möchten. Trotz der kalten Luft ist es im Kajak schön warm. Wer sich dem traditionellen hingezogen fühlt fährt zum Lofotenfischfang. Seit Generationen nehmen Fischer vieler Küstenabschnitte am weltbekannten Dorschfang teil, der sich bis Ende April auf dem Meer vor den Lofoten Inseln abspielt. Für Interessierte bieten einige Fischer eine gute Mitfahrgelegenheit. Für alle, die sich beim Seegang nicht ganz so wohlfühlen lohnt es sich in den kleinen Häfen umherzuschlendern, einen Blick auf die Boote zu werfen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Ein Besuch auf den Lofoten ist auch ein kulinarisches Erlebnis. Nach einer Wattwanderung oder einem Bummel entlang des Kais kann man sich in vielen authentischen Restaurants mit Speisen wie aus Großmutters Küche oder mit modernem Twist verwöhnen lassen. Der Duft von Stockfisch, Tang und Watt belebt die Sinne. Wind, Sonne und Regen verwandeln den Dorsch in einen Stockfisch. Ringsherum ist die Kulturlandschaft geprägt von einer lebendigen traditionsreichen Speisekarte. In mitten üppiger Landschaft in dem Ort Borg liegt das „Lofotr Vikingmuseum“. Hier werden archäologische Ausgrabungsfunde ausgestellt, die widerspiegeln, wie die Wikinger vor 1.000 Jahren lebten. Für Vestvågøy ist die Landwirtschaft ein wichtiger Erwerbszweig, was durch die lokalen Lebensmittelhersteller zum Ausdruck kommt. Unweit von Borg liegen zwei Hofkäsereien, die u.a. Käse, Kräuter und Wurst produzieren. In Eggum stehen die Skulptur „Hodest“ und eine Burg aus Kriegszeiten, die zum Klettern lockt.
Die Reise mit dem VW California findet ihr Ende im Süden der Lofoten auf der Insel Moskenesøy. Gletscher und andere Naturkräfte haben die Landschaft geformt, die als wildeste und interessanteste in Norwegen gilt. Hermannsdalstind (1.029m) mit seinen vielen Gebirgsgewässern ist der höchste Berg der Westlofoten. Steile Bergabhänge und schmale Strände prägen die Landschaft. Hier findet man die ältesten Bergarten Europas – sie sind 3 Mrd. Jahre alt. Die Westküste zum offenen Meer war bis ca. 1950 besiedelt. Die Besiedlung konzentriert sich heute auf die Ostseite der Insel mit ihren Fischereiflotten, Frachtfahrzeugen und Freizeitbooten. In den Bergen und kleinen Fischerdörfern bieten sich zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Bevor es am nächsten letzten Morgen unserer Reise zurück nach Bodø geht schlagen wir ein letztes Mal unser Lager auf. Die elementare Camping-Features wie drehbare Vordersitze und integrierte Rollos zur Verdunklung machen den Aufenthalt im California sehr angenehm. Nicht zu vergessen ist der unverkennbare Camping-Clou: Mit dem herausnehmbaren Campingtisch in der Schiebetür und den in der Heckklappe integrierten Klappstühlen. Diese sind schnell aufgestellt und ebenso schnell wieder verstaut. Somit ist man jederzeit für den spontanen kleinen oder großen Ausflug gerüstet. Wie in allen California Ocean sorgt die Küche mit Edelstahl-Spülbecken, 42-Liter-Kühlbox mit Einhängekorb und Zweiflammen-Gaskocher mit Piezo-Zündung und vielen Staumöglichkeiten für Verpflegung auf ausgedehnten Reisen. Neben dem verwandelbaren, multifunktionalen Innenraum ist das aufklappbare Doppelbett in der „oberen Etage“ wesentliches Grundmerkmal des VW California. Das elektrohydraulische Aufstelldach hebt und senkt sich im California per Knopfdruck und schafft eine komfortable Liegefläche von 1,20 x 2,00 Metern. Zusätzliche Schlafmöglichkeiten bietet die Klapp-Liegesitzbank im Fond, die sich bei Bedarf zu einer flachen Liegefläche umklappen lässt. Der VW California war für uns ein treuer Begleiter auf eisigen und verschneiten Straßen sowie eine gemütliche Heimat in der Ferne.