SEAT gibt einen Einblick in die Konstruktion ihres Leon Cup Racers

 

Wie viele Einzelteile müssen eigentlich zusammenfinden, um aus einem Serienauto einen echten Sportler zu machen? Der Autohersteller SEAT und der Motorradbauer Ducati haben sich zusammengetan – beide Unternehmen sind Teil des Volkswagen Konzern. Sie haben gemeinsam DIE AUTOSEITEN einen Blick hinter die Kulissen eines vierrädrigen und eines zweirädrigen Wettbewerbsfahrzeugs gewährt.

Der SEAT basiert auf dem Standard Chassis des Leon. Der Kompaktwagen ist ein fester Bestandteil der spanischen Modellpalette und ist schon in der Standardvariante sportlich konzipiert worden. Dem Chassis der Ducati liegt dagegen kein Modellchassis zugrunde. Das verwendete Bauteil wurde speziell für den Rennsport konzipiert.

Ganze 277 Stunden dauert es, bis der Leon zu einem echten Cup Racer geworden ist. Insgesamt 1.400 Teile werden zusammenmontiert und aufeinander abgestimmt um den Anforderungen auf der Rennstrecke gerecht zu werden. Das Six-Speed Electronic DSG Schaltsystem ist dabei für das schnelle Schalten zuständig und die 378 mm starken Bremssättel garantieren dem Fahrer auch bei hohen Geschwindigkeiten die Kontrolle zu behalten.

Mit 267 km/h Spitzengeschwindigkeit und einem Gewicht von nur 1.119 Kilo ist der SEAT Leon Cup Racer wie dafür geschaffen auf der Rennstrecke schnelle Runde zu fahren. In nur 5,2 Sekunden sprintet der spanische Sportler von null auf 100 km/h.

Die Ducati bewegt sich in dieser Hinsicht jedoch in einer anderen Liga. Das 157 Kilogramm schwere Motorrad schafft eine Maximalgeschwindigkeit von 350 km/h. Auch bei der Montage ist das Motorrad dem Seat voraus. Die 2.060 Teile können in nur 80 Stunden in ein Wettkampfmotorrad verwandelt werden.

Dafür ist die Ducati aber auch rein für den Sport konzipiert worden, wohingegen der Seat Leon Cup Racer nah an seinem Straßenvorbild geblieben ist.