„Achterbahn-Test“ mit Fliehkräften von bis zu 5g

Um weitgehend sicherzustellen, dass Becher und Flaschen im Auto nicht umkippen können, machte Ford den so genannten „Achterbahn-Test“ auf der werkseigenen Teststrecke in Köln. Dabei wedeln die Testfahrer in Ford-Fahrzeugen mit hoher Geschwindigkeit durch einen Slalom-Parcours. Die „Beifahrer“ sind Flüssigkeiten in unterschiedlichen Behältern, abgestellt in den Getränkehaltern zum Beispiel auf den Mittelkonsolen der Fahrzeuge – von der Thermoskanne mit Tee bis zum Super-Size- Pappbecher für Softdrinks. Auf die Behälter und Flüssigkeiten wirken Fliehkräfte von bis zu 5g, ähnlich wie bei einer Fahrt mit der Achterbahn. Analysiert wird bei diesen Tests, ob die Behälter auch bei zügiger Kurvenfahrt sicher in den Getränkehaltern stehen oder ob und wann sie sich verselbständigen.

Der Test hat einen ernsten Hintergrund: Es kann durchaus ein Sicherheitsrisiko sein, wenn der Fahrer zum Beispiel in einer Autobahnkurve oder bei einem plötzlichen Bremsmanöver heißen Kaffee auf die Hose oder gar auf die Haut geschüttet bekommt, weil der Becher der Coffee-Shop-Kette nicht stabil im Getränkehalter steht. Studien haben zudem gezeigt, dass Autofahrern, die auf längeren Strecken und hohen Temperaturen nicht ausreichend trinken, ähnlich viele Fahrfehler unterlaufen wie solchen Personen, die kleine Mengen Alkohol zu sich genommen haben. Experten raten daher, die Flüssigkeitsaufnahme unterwegs zu verdoppeln, beispielsweise in Form von Mineralwasser oder Saftschorlen. Das leicht erreichbare Lieblingsgetränk gehört für viele Autofahrer zum Reisekomfort. Überdies hilft Trinken unterwegs die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten