Es ist die Verbindung von Rennsport, technischer Raffinesse, Stil und dem Gespür für marktfähige Ideen

Die Geschichte von Alpine, das ist die Vision des Firmengründers Jean Rédélé. Das ist die Verbindung von Rennsport, technischer Raffinesse, Stil und dem Gespür für marktfähige Ideen. Eine echte Saga aus zukunftsträchtigen Treffen und Kontakten, die gerade ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert hat. Nachdem er am Lenkrad seines getunten Renault 4CV zahlreiche Siege errungen hat, er kennt Jean Rédélé sehr früh das Potenzial für Erschaffung seiner eigenen Automarke.

Der Markt bietet damals Platz für ein innovatives Auto, das ein wettbewerbsfähiges Rennsportkonzept für das breite Publikum und eine leichte attraktive Karosserie beinhaltet. Dieser technischen Zielsetzung liegen das Konzept der A106 und die offizielle Erschaffung der Marke Alpine im Jahr 1955 zugrunde. Der zweite Grundsatz, den Jean Rédélé verfolgt, ist wirtschaftlicher Natur. Durch die Überlassung von Herstellungslizenzen will er seinem Konzept eine internationale Dimension verleihen. Von 1955 bis 1995 produziert und verkauft Alpine 30.000 Sportwagen.

Alpine ist zwar seit 20 Jahren nicht mehr am Markt präsent, atmet während dieser Zeit jedoch weiter. Die Aktivitäten ehemaliger Mitarbeiter der Firma, die nie nachlassende Begeisterung der Fanklubs und das Engagement einiger privater Rennfahrer in zahlreichen Rennsportveranstaltungen unterschiedlicher Art sind ein Zeugnis davon. Sie alle halten die Alpine Flamme am Leben und hegen die verrückte Hoffnung auf eine Rückkehr der Marke. Dieses Comeback steht nun fest. Was den Seebären das Kap Hoorn, ist für die Rallyespezialisten der Col de Turini in den französischen Seealpen. Diese gefährliche und gefürchtete Passstraße erfordert große Vorsicht und Demut. Der Col de Turini, der für alle Zeiten ein Synonym für die riskanteste Etappe der alljährlichen Rallye MonteCarlo ist, verspricht die Hölle, wenn die Witterungsverhältnisse außer Rand und Band sind.

Auf dem 32 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Sospel und La Bollène entscheiden sich – zuweilen mit Hilfe von Komplizen – Wohl oderWehe, Sieg oder Niederlage. 1973, in dem Jahr, in dem Alpine den Rallye-Weltmeistertitel holt, kämpft Jean-Claude Andruet gegen seinen schwedischen Teamkameraden Andersson um den ersten Platz. Ein Reifenplatzer im ersten Durchgang lässt den Franzosen Andruet auf den dritten Rang zurückfallen.

 

Als den Schweden im darauffolgenden Spezialdurchgang das gleiche Schicksal ereilt, rückt Andruet bis auf 20 Sekunden näher. Während des anschließenden Zeitfahrens liefern sich die beiden Männer einen erbitterten Kampf, den Andruet mit nur 26 Sekunden Vorsprung für sich entscheidet. Der Col de Turini pflegt seinen zweifelhaften Ruf. Die Marke Alpine feiert einen Hattrick im Gesamtklassement der Rallye Monte Carlo und legt damit einen soliden Grundstein für den Weltmeistertitel in diesem Jahr.