Ein Fahrzeugbrand ist eine ernste Sache, kann aber mit der richtigen Reaktion und passendem Equipment entschärft werden

Wenn ein Wagen brennt, dann ist das zwar eine heikle Situation, aber lange nicht so gefährlich, wie es im Film immer dargestellt wird. In Actionserien wie „Alarm für Cobra 11“ reicht der kleinste Überschlag oder Einschuss aus, damit das Fahrzeug in einer Wolke aus Feuer und Rauch aufgeht, als wäre er bis oben hin mit Dynamit beladen. Doch die Abenteuer der Autobahnpolizisten haben natürlich nichts mit der Realität zutun.Unter ein Prozent der Fahrzeuge, die in einen Unfall verwickelt sind, fangen Feuer. Bis ein Auto komplett in Flammen steht, vergehen bis zu acht Minuten. Zeit genug um den Insassen zu helfen, denn im Innenraum wird es nach 6 Minuten oft über 100 Grad heiß. Sitzt man selbst im betroffenen Fahrzeug ist es wichtig den Wagen zu stoppen und den Motor auszuschalten, so wird die Benzinzufuhr sofort unterbrochen. Die meisten Brände entstehen durch technischen Defekt oder einen Kurzschluss und können, bevor der Innenraum brennt, mit dem Feuerlöscher minimiert werden.Auch wenn es sich um eine kritische Situation handelt, darf man auf keinen Fall die Motorhaube aufreißen und das Feuer so mit Sauerstoff füttern. Ein kleiner Spalt reicht aus, um mit dem Feuerlöscher in den Motorraum sprühen zu können. Um den Flammenherd zu ersticken, sollte man das Feuer nach Möglichkeit von unten bekämpfen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein funktionstüchtiger Feuerlöscher. Bevor man den im Ernstfall verwenden muss, kann es immer hilfreich sein sich vorher mit seiner Funktionsweise auseinandergesetzt zu haben. Hat man den Brand gelöscht, darf man auf keinen Fall den Wagen erneut starten, weil das das Feuer wieder neu entflammen kann. Auch wenn keine Flamme mehr zu sehen ist, sollte man auf jeden Fall den Notruf wählen und Abstand vom Auto halten.