Was von Warnweste bis Verbandskasten alles im Auto liegen muss

Auch wenn Licht, Kennzeichen und Frontscheibe des eigenen Autos in einem top Zustand sind, kann man trotzdem bei einer Verkehrskontrolle mit einem Bußgeld belangt werden, wenn die Ausstattung des Wagens Lücken aufweist. Die meisten Gegenstände kommen hauptsächlich im Notfall zum Einsatz, können aber Leben retten. Seit Juli 2014 ist die Warnweste in Deutschland Teil dieses Pflichtinventars, in anderen Ländern muss sie schon seit einigen Jahren mitgeführt werden. Das Aussehen ist dabei klar nach der Europäischen Norm EN 471 festgelegt: Eine grelle gelbe oder orange Färbung mit Reflektionsstreifen auf Vorder – und Rückseite sind Pflicht um bei Nacht oder schlechtem Wetter auf sich aufmerksam zu machen. Der standartmäßige Verbandskasten im PKW ist schon seit 1971 in Deutschland vom Gesetzgeber vorgeschrieben und folgt ebenfalls festen Richtlinien. Unter anderem müssen Heftpflaster, Wundschnellverbände, Verbandstücher und Einmalhandschuhe im Kasten zu finden sein. Eine komplette Liste gibt es im Internet. Auch sollte man einen Blick auf das Verfallsdatum haben: Durch die ständigen Temperaturschwankungen im Auto wird Gummi porös und Pflaster kleben nach einiger Zeit kaum noch. Sie sind bei einem Unfall dann nicht mehr zu gebrauchen. Auch das Warndreieck muss griffbereit im Kofferraum des Fahrzeugs liegen und muss ein Modell gemäß der ECE-Vorschrift R27 sein. Hier sind die Leuchtkraft, Standfestigkeit und Sichtbarkeit die zentralen Vorgaben. Wer noch nie ein Warndreieck aufgestellt hat, sollte dies für den Ernstfall auf jeden Fall vorher geübt haben. Andere Gegenstände sind zwar nicht Pflicht, aber sollten auf Fahrten mitgenommen werden um auf Notsituationen vorbereitet zu sein. Decke, Taschenlampe, Starthilfekabel und Wagenheber zum Beispiel sind auf jeden Fall ihre Anschaffung wert.