Mit dem Alter des Fahrers hat Nachtblindheit nichts zu tun

Eine klare Sicht auf die Straße ist für ein sicheres Fahren ein entscheidender Faktor. Wenn die Tage im Herbst länger werden und Regen, Nebel und entgegenkommende Scheinwerfer den Blick erschweren, dann ist dies für Autofahrer schon für sich genommen eine stressige Situation. Hat man gleichzeitig noch massive Probleme im Dunkeln zu sehen, wird jeder Kurztrip zur sprichwörtlichen Zitterpartie. Schuld an der Nachtblindheit sind die sogenannten Stäbchen, die im Auge für das Hell-Dunkel Sehen verantwortlich sind. Funktionieren diese Sinneszellen nicht richtig, dann passt sich das Auge nicht mehr an die schlechteren Lichtverhältnisse an und die Wahrnehmung bei Dunkelheit wird extrem erschwert. Mit dem Alter des Fahrers hat Nachtblindheit nichts zu tun. Vielmehr gibt es dafür ein breites Spektrum an möglichen Gründen. Deshalb sollte man die Sehschwäche bei Nacht nicht ignorieren, sondern einen Augenarzt aufsuchen um ihren Ursprung festzustellen. Zum Beispiel kann die falsche Wahl der Brillengläser die Sicht erschweren, aber auch Erkrankungen sollten in Betracht gezogen werden. Die können rein subjektiven Ursprungs sein, etwa wenn der Fahrer sehr empfindlich bei Blendungen ist. Andere Urheber, wie zum Beispiel der Graue Star, Stoffwechselkrankheiten oder ein Leberschaden sind dagegen handfeste Beeinträchtigungen, die je nach Fall eine nicht mehr behandelbare und dauerhafte Nachtblindheit nach sich ziehen können. Erfolgsversprechende Behandlungsmethoden gibt es bisher nicht. Deswegen lautet die Devise: Anstelle sich unsicher über die Straße zu tasten, lieber das Auto stehen lassen oder bei einem anderen Fahrer einsteigen, um die eigenen Nerven zu schonen und heiklen Situationen vorzubeugen.