Wie sollte man sich bei Blaulichteinsatz verhalten und wer darf überhaupt davon Gebrauch machen? Wir klären auf

Wenn es brennt, Menschen in Not sind oder gegen das Gesetz verstoßen wird, dann zählt jede Sekunde. Entsprechend wichtig ist es für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste ungehindert zum Einsatzort zu gelangen. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt es so schnell wie möglich rechts am Fahrbahnrand eine Gasse mit genügend Abstand zum Vordermann zu bilden. Trotz der Ausnahmesituation muss dabei natürlich der Blinker genutzt werden, außerdem sollte der Fahrer auf jeden Fall auf hecktische Notbremsungen verzichten und an einer gut einsehbaren Stelle halten um Unfällen vorzubeugen. Wie die PKW Fahrer sind auch Radfahrer und Fußgänger in der Pflicht die Einsatzfahrzeuge nicht zu behindern und sollten sich beim Hören des typischen Sirenengeräuschs vorsichtig verhalten. Ist man gezwungen einen Einsatzort auf der Straße zu passieren, dann muss der Fahrer falls das möglich ist vorsichtig die Gefahrenstelle umfahren um den Verkehrsfluss nicht zu behindern. Doch nicht nur für  Dienste, wie Feuerwehr und Polizei gelten die Sonderrechte nach § 35 StVO. Auch Müllabfuhr und Straßenwartungsunternehmen zum Beispiel dürfen“ auf allen Straßen und Straßenteilen und auf jeder Straßenseite in jeder Richtung zu allen Zeiten fahren und halten, soweit ihr Einsatz dies erfordert“. Für die Post oder Paketzustelldienste gilt diese Sonderreglung nicht. Im Normalfall sind Fahrzeuge, die unter den Paragrafen 35 fallen klar mit Warnlicht und deutlichen Warnfarben gekennzeichnet um Missverständnisse zu vermeiden. Wie immer im Straßenverkehr hält man sich am besten an die goldene Regel, dass man wachsam ist, das Radio nicht zu laut aufdreht und bei unklaren Situationen immer auf Nummer sicher geht.