Scheinwerferreinigungsanlage ist besonders wichtig

Besitzer von Autos mit Xenonlicht haben die Technik es bereits: Verschmutzte oder von Schnee bedeckte Scheinwerfer werden von der serienmäßigen Scheinwerferreinigungsanlage (SRA) gesäubert. Wer sie nicht hat, muss selbst für den sicheren Durchblick beim Licht sorgen. „Hat das Abblendlicht mehr als 2.000 Lumen Lichtstrom, muss das Auto eine Scheinwerferreinigungsanlage haben“, erklärt TÜV-Experte Eberhard Lang.

Eine Scheinwerferreinigungsanlage ist eine sinnvolle Option. Sie verhindere nicht nur Blendung, sondern stelle auch die optimale Leistung der Scheinwerfer sicher. „Leichte Verschmutzungen wie ein feiner Salzschleier wirken wie eine Streuscheibe“, weiß Lang. Das Licht werde nicht mehr nur auf die Straße, sondern auch in den Gegenverkehr und die Rückspiegel gelenkt. Die unangenehme Folge: Eigentlich schwächere Scheinwerfer wie solche mit Halogentechnik, blenden mit einem dünnen Schmutzfilm dann mehr als ein sauberer Xenonscheinwerfer. Nimmt die Verschmutzung zu, verschwindet die Blendung glücklicherweise. Leider sinkt aber auch die Leuchtweite dramatisch. „Das Licht bleibt einfach im Schmutz oder auch einer Lage Schnee hängen“, erläutert Lang. Die Sichtweite sinke von bis 70 Meter auf unter 30.

Manchmal komme nur noch so viel heraus wie beim Standlicht eines sauberen Scheinwerfers. Hat der Fahrer keine „Dusche“ zur Verfügung, hilft nur manuelles Reinigen. Je nach Wetter und Straßenzustand kann die Reinigung sehr oft notwendig werden. Bei den meisten Autos ist die Scheinwerferreinigungsanlage sang- und klanglos aus den Ausstattungslisten verschwunden. Hintergrund: Dies hat mit dem zusätzlichen Gewicht des vergrößerten Wasservorrats und dessen Unterbringung im engen Motorraum zu tun. Vielfach ist eine Reinigungsanlage überhaupt nicht mehr lieferbar. Bei anderen Modellen versteckt sie sich tief in den Aufpreis- Listen. WMD