Bei einem Wildunfall gilt, stark Bremsen und das Lenkrad fest in den Händen halten

Ein schwarzer Schatten kommt aus dem Unterholz geschossen, es knallt und ein starker Ruck geht durch das Auto. Beinahe täglich kommt es in Deutschland zu Zusammenstößen durch plötzlichen Wildwechsel, teils mit schweren Folgen. Schon bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h entspricht die Masse eines Hirschs beim Aufprall des einen Elefanten. Schwere Blechschäden sind die Folge, oftmals ein gewaltiger Schock für den Autofahrer. Die wichtigste Verhaltensregel um so einen Unfall zu verhindern, ist der stetige und konzentrierte Blick auf die Straße. Vor allem im Herbst kann es jederzeit, vor allem in der Morgen und Abenddämmerung, zum Wildwechsel kommen. Die Tiere folgen auf der Suche nach Partnern und Futter festen Routen, die häufig auch Straßen kreuzen. Schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit kann einen Wildunfall provozieren. Eine angemessene Anpassung der Geschwindigkeit ist in Risikogegenden, wie Waldrouten und Landstraßen, zwingend notwendig, um auf einen plötzlichen Wildwechsel noch reagieren zu können. Taucht plötzlich ein Wildschwein oder Reh im Kegel der Scheinwerfer auf, ist von einem Ausweichmanöver klar abzuraten. Zu schnell geht dabei die Kontrolle über den Wagen verloren und die Fahrt endet im Zweifel an einem Baum oder noch schlimmer im direkten Gegenverkehr. Außerdem kann es durchaus sein, dass das verwirrte Wild in dieselbe Richtung ausweicht, in die gelenkt wird. Stattdessen gilt die Vorgabe: Geradeaus lenken, stark bremsen, gleichzeitig hupen und die Scheinwerfer abblenden. Hat das Tier die Fahrbahn verlassen ist weiterhin Vorsicht geboten, da die Tiere oft in Rudeln unterwegs sind. Kann der Zusammenprall vom Fahrer nicht mehr verhindert werden, ist es die sicherste Strategie stark zu Bremsen und das Lenkrad fest im Griff zu haben. Anschließend muss entweder die Polizei oder der zuständige Förster informiert werden. Hier ist Vorsicht geboten: Wer das tote Tier in seinen Wagen lädt um es von der Straße zu entfernen kann im Zweifel wegen Wilderei angeklagt werden.